Studie: Über 14 Prozent der Jugendlichen sind sehr ausländerfeindlich
Erste Ergebnisse des Forschungsprojekts „Jugendliche in Deutschland als Täter und Opfer von Gewalt“
Dr. Wolfgang Schäuble, und der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V. (KFN), Prof. Dr. Christian Pfeiffer, haben heute erste Ergebnisse des Forschungsprojekts „Jugendliche in Deutschland als Täter und Opfer von Gewalt“ vorgestellt. Danach sind rund 14,4 Prozent der befragten Jugendlichen als „sehr ausländerfeindlich“ einzustufen (19 Prozent der Jungen, 9,6 Prozent der Mädchen). Von den befragten Jungen und Mädchen gaben zudem 4,9 Prozent bzw. 2,6 Prozent an, Mitglieder einer rechtsextremen Gruppe oder Kameradschaft zu sein. Auf antisemitische Einstellungen lassen die Antworten von 6,4 Prozent der Jungen und 2,1 Prozent der Mädchen schließen.
Pfeiffer sprach von "erschreckenden Erkenntnissen". So liege die Quote der Jugendlichen, die der Aussage "In Deutschland gibt es zu viele Ausländer" uneingeschränkt zu stimmten, bei fast 29,7 Prozent.
Dabei gebe es in Großstädten weniger Ausländerfeindlichkeit als auf dem flachen Land. Am häufigsten seien rechtsextreme Auffassungen an Hauptschulen anzutreffen.
Für die Studie sind 2007 und 2008 in 61 Landkreisen und kreisfreien Städten fast 45 000 durchschnittlich 15 Jahre alte Schüler befragt worden.
Der vollständige Forschungsbericht ist im Internet unter http://www.bmi.bund.de und www.kfn.de verfügbar.


