Migranten im Handwerk gefragt
Der ZDH hat begonnen, intensiv um junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu werben.
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat begonnen, intensiv um junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu werben. „Der Meister der Zukunft ist ein Türke“, heißt es im Integrationsatlas, den der ZDH herausgegeben hat. Dabei geht es nicht nur um türkischstämmige Jugendliche, sondern generell um Bürger mit ausländischen Wurzeln.
Migranten sind in Deutschland sehr häufig als ungelernte Arbeitskräfte tätig. Das liegt auch daran, dass 40 % aller Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte ohne Ausbildung verbleiben. Im Vergleich hierzu beträgt der Anteil deutscher Jugendlicher ohne Ausbildung nur 15 %. Otto Kenzler Verbandspräsident vom ZDH möchte jungen Einwanderern vermitteln, wie wertvoll eine handwerkliche Ausbildung ist. Außerdem ist die Branche in der Lage, gerade junge Menschen mit ausländischen Wurzeln zu integrieren. „Weil es kleine Gruppen sind, in denen sie arbeiten und weil sie dadurch eine wesentliche bessere Chance bekommen, auch in unsere Gesellschaft hineinzukommen“, sagte Kenzler.
Für viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ist noch die deutsche Sprache der größte Stolperstein auf dem Weg in die berufliche Ausbildung. Außerdem mangelt es Ihnen, wie auch einheimischen Jugendlichen, nicht nur an der Sprache, sondern auch an der allgemeinen Ausbildungsreife. So klagen Handwerksbetriebe immer wieder über Mängel im mündlichen und schriftlichen Ausdrucksvermögen, bei der Disziplin und auch bei der Leistungsbereitschaft. Das ist der Grund für die Handwerksbranche jetzt intensiv Gespräche mit Schulvertretern und Jugendlichen zu suchen.


