„Die Milieus der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland“
Eine aktuelle Diskussion über zugewanderte Menschen in Deutschland ist mit dem Namen „Sarrazin“ verbunden. Bereits vor seiner veröffentlichten Meinung hat die cm-fi Marburg festgestellt, dass es in Bezug auf die Vorstellungen über die Lebenswelt zugewanderter Menschen zu viele Vorurteile gibt und dass diese Menschen viel zu sehr als geschlossene Gruppe gesehen werden.
Einen differenzierten Blick zeigt die Studie „Die Milieus der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland“ von Sinus Sociovision.
Die Studie hat insgesamt acht Migranten-Milieus mit jeweils ganz unterschiedlichen Lebensauffassungen und Lebensweisen identifiziert. Migranten in Deutschland sind keine soziokulturell homogene Gruppe. Faktoren wie ethnische Zugehörigkeit, Religion und Zuwanderungsgeschichte beeinflussen die Alltagskultur. Sie sind aber letztendlich nicht identitätsstiftend. Dass man nicht von der Herkunftskultur auf das Milieu schließen kann und der Einfluss religiöser Tradition oft überschätzt wird, sind zwei andere wichtige Bestandteile des Resultats dieser Studie.
Dr. Marc Calmbach, Abteilungsleiter „Sozialforschung“ bei Sinus Sociovision, wird diese Studie vorstellen. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Austausch.
Weiterführende Infos: http://www.sinus-sociovision.de/
22. September 2010
19.00 Uhr
Historischer Saal im Rathaus
der Universitätsstadt Marburg, Markt
cm-fi Marburg
p.A. Susanne Hofmann / Christian Meineke,
FB 5
35035 Marburg
in Kooperation mit dem Magistrat der Universitätsstadt Marburg, Integrationsbeauftragter


