Ergebnisse der Integrationsministerkonferenz in Düsseldorf
Länder wollen mehr Einbürgerungen und Anerkennung ausländischer Abschlüsse verbessern
Die Integrationsminister der Länder betonten zum Abschluss ihres Treffens am 19.3.2010 in Düsseldorf, dass eine systematische Abstimmung zwischen Bund und Ländern essentiell für eine erfolgreiche Integrationspolitik sei. "Die Debatten gestern und heute haben deutlich gemacht, dass es in vielen Zielen Übereinstimmung zwischen Bund und Ländern, aber auch noch Klärungsbedarf gibt", sagte der Vorsitzende der Integrationsministerkonferenz, der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Deutsche Islam Konferenz begrüßten die Länder deren Fortsetzung und Zusammensetzung. Dass in Zukunft auch die Integrationsministerkonferenz erstmals vertreten sein soll, fand bei den Teilnehmern Zustimmung.
Die Integrationsminister verständigten sich außerdem darauf, die Anerkennung ausländischer Qualifikationen zu verbessern. "Nicht nur, aber gerade in Mangelberufen wie Ingenieure, Ärzte, Pfleger und Erzieher können wir es uns nicht leisten, die Potenziale der hier lebenden Menschen brach liegen zu lassen. Es ist niemandem zu vermitteln, dass Menschen mit diesen gesuchten Qualifikationen Taxi fahren oder als Toilettenfrau arbeiten, und nicht in ihrem eigentlichen Beruf", sagte Armin Laschet.
Den Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft wollen die Integrationsminister attraktiver gestalten. Deshalb sollen die Beratung und die Informationen rund um die Einbürgerung und die vielfältigen Unterstützungs- und Beratungsangebote durch ein effektives und verläßliches Integrationsmanagement verbessert werden.
Darüber hinaus soll einen besseren Zugang zum Gesundheitswesen von Frauen mit Migrationshintergrund erreicht werden.
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