Gute Wirtschaftsbeziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und der Türkei
Bericht über die europäische und internationale Zusammenarbeit der Landesregierung 2005 bis 2009
Nach einem „Bericht über die europäische und internationale Zusammenarbeit der Landesregierung 2005 bis 2009" der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen bestehen zwischen dem Bundesland NRW und der Türkei enge wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Beziehungen. Die rund 900.000 Menschen türkischer Herkunft in NRW sind nicht nur für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung des Landes bedeutend, sondern machen Nordrhein-Westfalen auch zum Zentrum aktiver deutsch-türkischer Partnerschaften.
Als Schnittstelle zwischen Europa und Asien ist die Türkei strategisch bedeutend, vor allem hinsichtlich der Außenwirtschaft. So betrug 2008 das Außenhandelsvolumen zwischen NRW und der Türkei rund 5,9 Mrd. Euro. Damit verdoppelte sich der wirtschaftliche Austausch innerhalb der vergangenen 10 Jahre. Derzeit haben 280 türkische Firmen ihren Sitz in NRW. Dabei handelt es sich nicht nur um Kleinstunternehmen, wie Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin vermutet, sondern auch um größere Firmen aus der Tourismus- und Textilbranche. Etwa 24.000 türkisch-stämmige Unternehmer leben momentan in NRW. Sie beschäftigen rund 120.000 Menschen und setzen jährlich 11 Mrd. Euro um.
Außer der wirtschaftlichen hat sich auch die kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen NRW und der Türkei dynamisch entfaltet: Mehr als 60 Hochschulkooperationen verbinden die beiden Länder. Außerdem tragen bereits mehr als 40 Schulen und 15 Städtepartnerschaften zur Vertiefung der kulturellen Beziehungen bei. Ein wichtiger Schritt zur weiteren Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen war auch die Einrichtung einer nordrhein-westfälischen Wirtschaftsrepräsentanz in Istanbul. Nordrhein-Westfalen ist damit das erste deutsche Land, das eine Vertretung in der Türkei unterhält.


