Sportminister Dr. Ingo Wolf und Landessportbundpräsident Walter Schneeloch kündigen einen Sportintegrationspreis für NRW an
Erfolgreiche Initiativen von Vereinen und ehrenamtlich Aktiven in Nordrhein-Westfalen für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sollen künftig mit einem Sportintegrationspreis belohnt werden. Diese besondere Ehrung kündigten Sportminister Dr. Ingo Wolf und Landessportbundpräsident Walter Schneeloch heute (08.11.) in Dortmund an. Anlass war die Feier zum 20jährigen Bestehen des Projekts Integration durch Sport in Nordrhein-Westfalen. "Sport ist ein wichtiger Antrieb für die Integration. Ein Sportintegrationspreis soll deshalb dazu beitragen, dass künftig die erfolgreiche Integrationsarbeit vor Ort ein Gesicht erhält", sagte Wolf.
Der Innenminister dankte den ehrenamtlich Aktiven, die das Projekt zu einer Erfolgsgeschichte gemacht haben und lobte: "Unsere Vereine und ihre ehrenamtlichen Mitglieder leisten für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte vorbildliche Arbeit an der Basis."
Über 23 % der Menschen in Nordrhein-Westfalen haben einen Migrationshintergrund. Es wird erwartet, dass dies in zehn bis 15 Jahren für jeden dritten Jugendlichen gilt. "Das ist Herausforderung und Chance zugleich", betonte der Minister. Das Innenministerium und der Landessportbund haben gemeinsam in den vergangenen Jahren zahlreiche Initiativen für diese Zielgruppe auf den Weg gebracht.
Projekte wie etwa "Mädchen mittendrin", bei dem Fußball für zugewanderte Mädchen die Hauptrolle spielt oder das Programm für Sportvereine "1.000 mal 1.000" haben sich laut Wolf zu einem "Motor für die Integration" entwickelt.
An diese Erfolgsgeschichte knüpft auch die gemeinsame Broschüre "Wir sind dabei! Mädchen und Frauen mit Zuwanderungsgeschichte im Sport" an, die Wolf und Schneeloch heute präsentierten. "Die bunte Mischung aus Interviews, Sachinformationen und Projektberichten rund um das Thema Integration macht den Reiz dieser Broschüre aus. Sie motiviert zum Mitmachen", sagte Schneeloch.
Sport habe im Hinblick auf die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte eine zentrale gesellschaftliche Funktion, er ist Impulsgeber und Verstärker zugleich. "Wir sind stolz auf unsere 20jährige Integrationsarbeit im Sport. Ein solches Programm wäre nicht möglich ohne die vielen Stunden ehrenamtlichen Engagements der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Helferinnen und Helfer in den Sportvereinen Nordrhein-Westfalens", sagte der Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen und betonte: "Sport formt und stärkt unser Zusammenleben, denn durch sportliche Betätigung und Begeisterung entsteht Zusammenhalt, der die Menschen zusammenrücken lässt".
Weitere Informationen zur Broschüre "Wir sind dabei! Mädchen und Frauen mit Zuwanderungsgeschichte im Sport" und zu dem Thema Sport für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte finden Sie unter www.im.nrw.de/spo/35.htm


