Mehr Beschäftigung von Migranten im öffentlichen Dienst
Staatsministerin Maria Böhmer hat klargestellt, dass Sie anders als in einigen Meldungen behauptet wurde keine Migrantenquote für den öffentlichen Dienst gefordert hat. Dennoch möchte sie den Anteil von Migranten und Migrantinnen in Behörden erhöhen. "Es ist völlig zutreffend, dass wir mehr Menschen aus Zuwandererfamilien im öffentlichen Dienst brauchen. Bereits jetzt hat jeder Fünfte in Deutschland einen Migrationshintergrund. Umso wichtiger ist es, dass Migranten angemessen als Beschäftigte im öffentlichen Dienst vertreten sind. Eine Quote steht aber nicht zur Diskussion. Es geht darum, den Anteil der Zuwanderer unter den Beschäftigten unter Berücksichtigung von Eignung, Leistung und Befähigung zu erhöhen und dabei deren sprachliche und interkulturelle Kompetenzen einzubeziehen. Dies muss Aufgabe der Personalplanung jeder einzelnen Behörde sein", betonte Staatsministerin Böhmer.
"Viele Behörden setzen bereits auf die Potenziale von Zuwanderern und bilden verstärkt junge Migranten aus. Besonders dringend benötigen wir mehr Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen mit Migratonshintergrund. Sie sind wertvolle Brückenbauer und Ansprechpartner für die Jugendlichen aus Zuwandererfamilien. Auch im Polizeidienst, bei der Feuerwehr und in vielen kommunalen Verwaltungen hat sich der verstärkte Einsatz von Migranten schon bewährt. Mit Sprachkenntnissen und kulturellen Kompetenzen sind die Zuwanderer ein großer Gewinn. Deshalb haben sich Union und FDP auch im Koalitionsvertrag für eine verstärkte Beschäftigung von Migranten im öffentlichen Dienst ausgesprochen", erklärte Böhmer.


